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Wolgabulgaren ArtikelBuch-Tipp: 'Ich würde es genauso wieder machen'. Sophie Scholl. Sehr gut zu lesen und sehr informativ Dieses Buch ist sehr flüssig geschrieben und lässt sich sehr gut lesen. Man erfährt sehr viel interessante Details über das Leben der beiden Geschwister Hans und Sophie.
Man erfährt, warum sie diesen Weg gewählt haben.
Schade, dass es ab der Verhaftung etwas kurz gefasst ist, aber dazu gibt es dann ja... Die Hunno-Bulgaren oder auch Protobulgaren waren überwiegend als ein Turkvolk anzusehen, das aus den Resten der Hunnen, verwandten türkischen Stammesgruppen (Onoguren, Sabiren u.a.) entstanden ist. Dazu kamen noch zahlreiche slawisch-finnische Volksgruppen hinzu. Als Alternativbezeichnung liegt uns auch aus der überwiegend turkvölkischen Turkologie Törk BolÄŸar (tatarisch), Turk BolÄŸar bzw. Türk BulÄŸar vor. Diese Nennung stammt vom alttürkischen "Türük-Bolqar/Turuk-Bulkha" ab und hat die Bedeutung: "vermischte Turuk". Das weist eindeutig darauf hin, das schon die Vorfahren der Wolgabulgaren ein äußerstes Mischvolk darstellten. Doch heute wird "Türük-Bolqar" vielfach mit Türk-Bulgaren oder Turk-Bulgaren übersetzt. Dieses hat zwar eine gewisse Berechtigung, doch diese Übersetzung kam erst in dem Zuge des Panturkismus des 19. Jahrhunderts bei den übrigen Turkotataren Russlands auf.
Und zwar waren die Hunnen 454 aus Ungarn in die Schwarzmeer-Steppe (Altyn Oba Horde) abgezogen.
Dabei standen sie unter der Herrschaft von 2 Familien-Klans (Kutriguren und Utriguren), die ihre Herkunft auf Attila und dessen Söhne zurückführten. Um 558-60 lösten sie sich in dem inneren Streit auf und wurden von den Awaren besiegt, die aber weiterzogen. Die besiegten Reste der Hunnen vermischten sich allmählich mit bereits benachbarten wie auch neuankommenden türkischen und ersten slawischen Stammesgruppen, so dass sich das Volk der Protobulgaren bildete.
Das Großbulgarische Reich (560-922)
[Vgl. dazu http://groznijat.tripod.com/p_bulgar/index.htm und http://www.kutriguri.com/1.html Kutrugur-Link]
Ende des 6. Jahrhunderts bildeten sie unter Orchan das so genannte Großbulgarische Reich in dem Bereich der Flüsse Don und Wolga, das in dem Westen von Awaren und in dem Osten von den Westtürken Tardus bevormundet wurde. Orchan hatte als Onogur-Hunne noch einen "geschorenen Kopf", wird jedoch heute als der erste Fürst jener "Protobulgaren" betrachtet. Er war u. a. Fürst der Altyn Oba Horde.
Sein Nachfolger war sein Neffe Kubrat Dulo , zu dessen Zeit (ca. 626) der Druck der Chasaren zunahm, die sich mit dem Tod des Khan Tung Sche-hu 630 (Ziebil?) langsam von den Westtürken ablösten. Kubrat hielt sich in seiner Jugend einige Zeit als Geisel oder Gast in Konstantinopel auf, so dass ihm gern byzantinische, zivilisierte Sitten nachgesagt werden. Immerhin galt er als "Freund" des damaligen byzantinischen Kaisers und trat um 619 eventuell zu dem Christentum über.
Mit dem Tod von Kubrat Khan ungefähr 642 zerstreuten sich seine Söhne, um den Chasaren auszuweichen:
1) Ein Teil unter Bajan blieb an der Wolga und unterwarf sich den Chasaren. Seine Gruppe, die "Schwarzen Bulgaren" (Khara Bulkhar/Qara Bolqar) wurden noch eine Weile in russischen Inschriften erwähnt und verschwanden dann aus der Geschichte.
2) Ein Teil unter Kotrag wanderte nach Norden und gründete am Zusammenfluss von Wolga und Kama das Reich der "Weißen Bulgaren" (Akh Bulkhar/Aq Bolqar), den eigentlichen Wolgabulgaren, das zunächst noch von den Chasaren abhängig war.
Wolgabulgarien nahm unter Khan Alamusch (Almush, Almas, Almış reg. 895-925) um 922 den Islam an (vgl. Ibn Fadlan) und entwickelte sich bald zu einer bedeutenden Handelsmacht, die insbesondere den Fernhandel (Luxusprodukte) zwischen der Kiewer Rus und den islamischen Ländern in dem Süden vermittelte. Diplomatische Beziehungen reichten unter Ibrahim (reg. 1006-1025) um 1024 bis Chorasan. Man betrieb im dicht besiedelten Land erfolgreich Ackerbau und gründete mehrere Städte wie Bolgar (beim heutigen Kasan), die Moscheen, Karawansereien und öffentliche Bauten besaßen. Zahlreiche Dörfer und kleine Festungen werden verzeichnet.
Schon in dem 12. Jahrhundert kam es zu mehreren militärischen Konflikten mit russischen Fürsten, die den Bestand des Staates bedrohten. In dem Jahr 1236 wurde das Reich der Wolgabulgaren von der Goldenen Horde zerstört.
Vgl.: http://members.tripod.com/~Groznijat/fadlan/rorlich2.html
3) Ein Teil unter Asparuch wanderte auf den Balkan aus und gründete das heutige Donau-Bulgarien. Slawische Stammesgruppen schlossen sich Asparuch an, als seine Bulgaren gegen 680 die Donau überschritten. Es kam zu Kämpfen mit dem Heer und der Flotte des byzantinischen Kaisers Konstantin IV. in dem sumpfigen Donaudelta. Sie endeten mit einem Erfolg der Bulgaren, so dass sich die Byzantiner zu jährlichen Tributzahlungen entschlossen. Asparuch fiel 700/01 in einem Gefecht.
Die hunnischen und türkischen Volksgruppen vermischten sich mit den slawischen Gruppen, so dass z.B. slawische Schrift und alttürkischer Tierkreiskalender nebeneinander bestanden. Das Volk der "Blauen Bulgaren" (Khökh Bulkhar/Qöq Bolqar), der Donaubulgaren, entstand. Ihre älteste Königsliste führt direkt auf Attilas Sohn Ernak zurück.
Die Macht der Donaubulgaren erreichte unter dem Khan Krum um 811 einen Höhepunkt, als dieser aus dem Haupt des byzantinischen Kaisers eine Trinkschale machte und beinahe Konstantinopel eroberte. In dem 9. Jhrd. traten die Donaubulgaren zu dem griechischen Christentum über.
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